Das San-Juan-Projekt
Das Wolframprojekt San Juan befindet sich in der Nähe der Ortschaft A Gudiña in der Provinz Ourense in der Autonomen Gemeinschaft Galicien (Spanien).
Es handelt sich um ein Bergbauprojekt zur Gewinnung von Wolfram, einem strategischen Metall, das in zahlreichen Hightech-Branchen wie der Herstellung von Industriewerkzeugen, der Elektronik, den erneuerbaren Energien, der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigung eingesetzt wird.
Galicien blickt auf eine lange Bergbautradition zurück, insbesondere im Bereich der Gewinnung von Wolfram und Zinn. Die Wolframlagerstätte in diesem Gebiet ist seit den 1970er Jahren bekannt und war seitdem Gegenstand verschiedener geologischer Studien und Forschungsarbeiten.
A Gudiña, ein Schlüsselgebiet für das Projekt
Das Projekt San Juan wird in der Gemeinde A Gudiña durchgeführt, einem Gebiet mit einer ausgeprägten lokalen Identität und einer langen Tradition in der Nutzung natürlicher Ressourcen. Die Umsetzung des Projekts erfolgt in diesem territorialen Kontext mit dem Ziel, zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region beizutragen.
Seit den ersten Phasen des Projekts stieß die Initiative auf eine konstruktive und offene Haltung seitens der lokalen Institutionen und der Bevölkerung. Wir möchten insbesondere die Dialogbereitschaft und die positive Aufnahme durch die Stadtverwaltung, die Gemeindevertreter und die Einwohner von A Gudiña würdigen.
Dieses Klima der Zusammenarbeit ist für die Entwicklung verantwortungsvoller Industrieinitiativen von grundlegender Bedeutung. Das Projekt San Juan zielt darauf ab, wirtschaftliche Aktivität, Arbeitsplätze und neue Chancen für die Gemeinde und ihre Umgebung zu schaffen, wobei die Entwicklung stets in enger Verbindung mit dem Gebiet erfolgt.
Ein Projekt in fortgeschrittener Phase, bei dem alle Genehmigungen vorliegen
Das Projekt San Juan befindet sich derzeit in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase, wobei alle für den Betrieb erforderlichen Hauptgenehmigungen bereits erteilt wurden.
Dazu gehören:
- Die genehmigte Umweltverträglichkeitserklärung
- Die 2015 erteilte Bergbaukonzession OU-5227
- Die Verlängerung der Bergbaukonzession um weitere 30 Jahre bis zum Jahr 2055
- Die Genehmigung der zugehörigen Aufbereitungsanlage
- Genehmigter archäologischer Beschluss
Dieser fortgeschrittene Stand der Verfahren macht das Projekt zu einem der wenigen Bergbauprojekte in Europa, die einen so hohen Grad an Vorbereitung und regulatorischer Konsolidierung erreicht haben.
Ressourcen und Potenzial der Lagerstätte
Geologische Studien und Bohrkampagnen haben anfängliche Reserven von etwa 67.000 Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von fast 1,3 % Wolframtrioxid (WO3) bestätigt.
In dieser ersten Phase wurden zudem erste zusätzliche Ressourcen identifiziert, wodurch sich die geschätzten Gesamtressourcen für 2026 auf rund 145.000 Tonnen Erz belaufen, mit dem Potenzial, durch zukünftige Explorationskampagnen erweitert zu werden.
Auf der Grundlage der aktuellen Daten könnte man von einer ersten vorläufigen Schätzung der Fördermenge von rund 910.000 Tonnen Erz sprechen.
Ein moderner Bergbaubetrieb
Die Erschließung der Lagerstätte ist als Tagebau ohne Sprengungen vorgesehen.
Die Gewinnung des Erzes erfolgt mit konventionellen Maschinen, während die Aufbereitung auf gravimetrischen Trennverfahren basiert, einer effizienten und umweltfreundlichen Methode, mit der das im Erz enthaltene Wolfram gewonnen werden kann.

Die bestehenden Industrieanlagen in der Region werden angepasst, um die Aufbereitungsanlage mit einer anfänglichen Kapazität von etwa 10 Tonnen pro Stunde aufzunehmen. Die Anlage wird modular aufgebaut sein, um die Produktion in späteren Phasen skalieren zu können.
Projektzeitplan
Das Projekt nähert sich derzeit der Produktionsphase.
Die vorbereitenden Arbeiten wurden seit August 2025 beschleunigt, darunter die Vorbereitung der Infrastruktur und die Herrichtung des Abbaugebiets.
Die Inbetriebnahme der Verarbeitungsanlage ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen, mit dem Ziel, die Wolframproduktion im ersten Halbjahr 2027 aufzunehmen.
Das Projekt San Juan zielt darauf ab, Bergbautradition, technologische Innovation und Engagement für die Region zu verbinden, um zur industriellen und wirtschaftlichen Entwicklung von A Gudiña und Galicien beizutragen.
